Lollipop-Sexikon: Dein Temperaturspiel-Spezialist in Ansbach klärt auf:

Temperaturspiele mit Feuer und Eis

Temperaturspiel – der Reiz von Hitze und Kälte

Das wohlige Gefühl von Hitze oder der prickelnde Schauer gefühlter Kälte – Temperaturspiele beim Sex bringen für viele ungeahnt erregende Empfindungen zum Vorschein. Ein Grund sich diese Sadomaso-Praktik einmal genauer anzuschauen.

Temperaturspiel – eine SM-Praktik

Wie man am Namen bereits ablesen kann, geht es beim Temperaturspiel um die Wirkung von Warm und Kalt, Hitze und Kälte. Als Bereich der Sadomaso-Praktiken kann es unter anderem als Mittel zur Bestrafung eingesetzt werden. Das ist naheliegend, ist doch jedem von uns bekannt, dass sowohl extreme Hitze als auch Kälte Schmerzen und Unwohlsein hervorrufen können. Doch wie bei so vielem in der BDSM Welt gibt es auch hier viele Facetten, mit denen das Temperaturspiel sowohl als Variante für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene interessant sein dürfte. Dazu lässt sich auch recht gut dosieren, wie heiß oder wie kalt „gearbeitet“ wird.

Temperatur empfindet jeder Mensch anders. In der Regel empfinden wir mit dem Temperatursinn unserer Haut alles unter 37° C als kalt oder kühl, bis 45° C als Warm bzw. Heiß. Das kennen die meisten allein schon von der Wassertemperatur der Badewanne. Ab ca. 45° -50 °C schlagen die Schmerzrezeptoren Alarm und lassen uns das entsprechend spüren. Interessant ist, dass wir die Auswirkungen an unterschiedlichen Körperregionen auch unterschiedlich stark spüren. Verantwortlich ist die Anzahl der Kälte- bzw. Wärmepunkte in der Haut. In der Zunge sind sie beispielsweise in hoher Anzahl vertreten. Weniger oft in der Hand und recht selten am Unterschenkel. Auch bemerken wir eine Temperaturänderung schneller in Regionen, in denen die Anzahl höher ist.

Varianten von Temperaturspielen

Das Schöne an dieser Spielart ist, dass man wunderbar experimentieren kann. Wie viel Hitze oder Kälte man einsetzt lässt sich gut steuern und auch die Körperstelle, an der man sie anwendet. So ist es nicht nur für den neugierigen Einsteiger interessant, der behutsam in diese BDSM-Praktik reinschnuppern möchte, sondern auch für den eingefleischten Sadomaso-Fan, der schaurig schöne Schmerzen erfahren darf.

Ob dabei ausschließlich Hitze zum Einsatz kommt, oder nur Kälte hängt wie immer von den jeweiligen Vorlieben ab. Auch eine Variation beider Elemente ist interessant. So kann sich mit der Hitze an den Lustschmerz herantasten und mit Kälte den Schmerz wieder nehmen und seinen Partner necken. Gerade dieses Wechselspiel kann ungemein erregende Augenblicke bescheren.

Wachsspiele


Nahezu jeder kam schon einmal mit heißem Wachs auf der Haut in Berührung. Bei Wachsspielen geschieht ähnliches: Mittels einer entzündeten Kerze wird Wachs auf das „Opfer“ geträufelt. Die Körperregion kann dabei frei gewählt werden. Einsteiger beginnen zunächst mit einer relativ unempfindlichen Stelle wie Unterarm, Bein, Rücken oder auch am Hintern. Etwas empfindlicher wird es an den Innenseiten der Oberschenkel und nicht zuletzt im Genitalbereich. Dort kann es aber auch besonders stimulierend sein. Tipp: erst langsam, mit wenigen Tropfen beginnen und dann ggf. steigern. Dabei von unempfindlichen Stellen zu den empfindlichen vorarbeiten. Wer das Gefühl des Ausgeliefert seins mag, kann zusätzlich noch eine Augenbinde einsetzen. So kann das Erlebnis noch um ein ordentliches Stück gesteigert werden. Gleiches gilt für zusätzliche Fesselspiele.

Gefährdete Areale, wie Haare oder Augen, die kein Wachs abbekommen sollten, kann man als Vorsichtsmaßnahme noch mit einem Tuch abdecken. Zusätzlich sollte man mit der Kerzenflamme immer ausreichend Abstand halten. Durch die Veränderung des Abstands lässt sich auch die Hitze etwas dosieren. Mehr Abstand bedeutet kühleres Wachs, weniger Abstand heißeres Wachs.

Wird es doch einmal zu heiß, kann man schon mit dem Auflegen der Handfläche für schnelle Linderung sorgen. Die Hand absorbiert einen Teil der Wärme um kühlt somit die Stelle. Ein paar bereitgestellte Eiswürfel können ebenfalls nicht schaden – und zudem für einen aufregenden Kick sorgen! Damit auch sonst nichts Schlimmeres passiert, empfiehlt es sich den Ort des Geschehens vorzubereiten. Eine Unterlage verhindert Wachsflecken und erspart das nachträgliche Entfernen der Wachsreste. Eure Haut solltet ihr vorher gut eincremen oder einölen – so bekommt die das Wachs später auch wieder gut ab und die Haut ist besser geschützt.

Wichtig, wie bei allen SM Spielen: die Kommunikation. Verbal oder nonverbal. Redet mit eurem Partner darüber was gefällt und was nicht. Beobachtet die Reaktionen des anderen und stoppt das Spiel, wenn es zu heftig wird. Wenn es sich für beide gut anfühlt, könnt ihr es nach Herzenslust genießen.

Die richtige Kerze für Wachsspiele

Augen auf beim Kerzenkauf! Nicht jede Kerze, die ihr sonst für alltägliche Dinge verwendet, ist auch für das Wachsspiel geeignet. Oft sind Zusatzstoffe enthalten, die die Temperatur des flüssigen Wachses erhöhen und so mehr zu Verbrennungsgefahr neigen. Besonders die sonst als hochwertig bezeichneten Kerzen, wie aus Bienenwachs, mit Siegellack oder durchgefärbte Kerzen sind für den Einsatz beim Wachsspiel ungeeignet, da sie erst bei höheren Temperaturen schmelzen.

Besser sind spezielle BDSM– aber auch Massagekerzen. Deren Schmelzpunkt ist niedriger und somit ungefährlicher. Selbst einfache Teelichte können für das erotische Spiel verwendet werden. Achtet auf einen Schmelzpunkt von ca. 40° C – 55° C und ihr seid auf der sicheren Seite. Wenn ihr unsicher seid: einfach bei euch selbst an einer unempfindlichen Stelle ausprobieren.

Feuerspiele

Jetzt wird es richtig heiß! Beim Feuerspiel wird das Feuer direkt eingesetzt, also die Hitze bzw. die Flammen möglichst nah an die Haut gebracht. Das gelingt mit einem Feuerstab, einer Art kleiner Fackel, die mit einem Brennstoff versehen und angezündet wird und dieser dann die an die Haut geführt wird oder diese gar berührt. Hüpfen und Streifen wird dieses Spiel oft genannt. Dabei wird entweder solch ein Feuerstab in kurzen Intervallen auf den Körper getupft oder sogar geschleudert. Beim Streifen kommt die Haut unmittelbar mit dem Brennstoff in Berührung, welchen dann angezündet und kurz darauf wieder gelöscht wird. Durch das Auftragen in bestimmten Mustern können beeindruckende Effekte erzielt werden.

Ursprünglich aus der Medizin stammt das Schröpfen mit Feuer: Ein Glasgefäß wird mit Feuer so behandelt, dass sich im Inneren ein Unterdruck entsteht. So auf die Haut gesetzt, saugt sich das Gefäß fest. Je nach Erwärmung ist die Saugwirkung stärker oder schwächer. Bei einer Massage eingesetzt regt es die Durchblutung an und wirkt wohltuend. Bei etwas abgewandeltem Einsatz ist es ein effektives und Lust steigerndes Bestrafungsritual.

Eisspiele

Nein, hier geht es nicht um den Wettkampf von Schoko oder Vanille. Obwohl, man kann für Eisspiele durchaus auch mal Speiseeis verwenden, um damit auf dem Körper seines Partners zu spielen. Meistens aber erfüllt der klassische Eiswürfel den Zweck. Entweder als Zwischenspiel bei einem Wachsspiel, oder eben Eis pur. Durch das sanfte Gleiten des Eises über die nackte Haut überkommt einen meist ein angenehmer Schauer, ein Kribbeln von der Stelle der Berührung bis über den ganzen Körper. Der Kreislauf wird angeregt und der Körper wird so besonders empfänglich für weitere Stimulation. Daher wird das Eisspiel auch gerne als Vorspiel vor dem eigentlichen Akt eingesetzt.

Doch es muss nicht immer so „sanft“ zugehen. Eine Kältefolter kann man wunderbar im Winter durchführen. Dabei muss der Sub, vorzugsweise nackt, sich in den Schnee knien oder sich gar ganz hineinlegen. Ist mal kein Schnee zur Hand genügen auch wieder Eiswürfel, auf denen der submissive Part ausharren muss. Oder der Dom platziert einen Eiswürfel an einer bestimmten Stelle, der devote Part nimmt eine unterwürfige Haltung ein und muss so lange in dieser Position verbleiben, bis das Eis geschmolzen ist. Etwas schlüpfriger wird es, wenn extra gekühlte Toys oder auch Eiswürfel den Weg in die eine oder andere Körperöffnung finden …