Bondage

Zeigt alle 7 Ergebnisse


Lollipop-Sexikon: Der Online-Sexshop in Ansbach klärt auf:

Was ist Bondage?

Bondage ist ein Begriff aus der BDSM-Szene und bedeutet Kontrolle und absolute Hingabe. Im Wesentlichen umfasst es Praktiken zur Fesselung zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit bis hin zur völligen Fixierung. Dazu gibt es zahlreiche und verschiedenste Hilfsmittel. Erotisches Fesseln mit Seilen, Tüchern oder gar Handschellen oder Tapes dürfte so manchem ein bekanntes Bild sein.

Bestimmt kennt der ein oder andere es aus einer erotischen Filmszene: die Hände des Partners werden mit einem Schal sanft an das Bett gefesselt und liebevoll von seinem Gegenüber verwöhnt. Bewegungsunfähig wird sich den Liebkosungen voll und ganz hingegeben …

Als einfacheres Bondage-Erlebnis kann man das durchaus durchgehen lassen. Doch Bondage kann noch viel mehr sein und weist viele Facetten auf. Im Kern geht es dabei um Kontrolle und Beherrschung auf der einen, und Ausgeliefertsein und Hingabe auf der anderen Seite. Daher wird Bondage auch gerne mit anderen Spielarten von BDSM zusammen angewendet.

Die Rollen beim Bondage

Der aktive Part beim Bondage - auch Rigger oder Rope Top genannt - genießt es sein Gegenüber zu fixieren oder sogar gänzlich bewegungsunfähig zu machen und auf diese Weise zu kontrollieren. Als Bunny oder Rope Bottom wird hingegen der passive Part einer Bondage Session bezeichnet. Dieser steht auf das Abgeben der Kontrolle durch Fesselung und die damit einhergehende Hingabe zu seinem Rigger.

Streng genommen muss man bei den Bezeichnungen noch etwas differenzieren: Hinter Rope Top und Rope Bottom verbirgt sich, wie in anderen BDSM-Praktiken, eine ausgeprägte dominante bzw. devote Rolle. Im Gegensatz dazu wird die Rolle von Rigger oder Bunny nicht zwangsläufig von einer kontrollierenden oder unterwürfigen Person besetzt. Nicht einmal der sexuelle Gedanke steht hier im Vordergrund. Einem Rigger geht es häufig um den Genuss der kunstvollen Verschnürung und um die Ästhetik. Ein Bunny genießt die angenehme Spannung der Seile oder den Druck der durch Knoten entsteht und empfindet dies nicht selten als entspannend und fast schon als meditativ.

Die Kunst des Verschnürens

Darüber hinaus, spielt auch die Kunst des Fesselns selbst eine wichtige Rolle. Fesseln der Hände, Umschlingen der Brüste, Verschnüren der Füße, Knoten an bestimmten, reizvollen Stellen … Es gibt viele Möglichkeiten, was und vor allem wie etwas gefesselt wird. Wie beim Kamasutra gibt es viele Positionen oder Stellungen seinen Liebsten lustvoll zu "verpacken". Wenngleich einem bei den extremen Varianten von Bondage im wahrsten Sinne die Luft wegbleiben kann, so dienen die meisten Techniken dem gleichen Ziel: der Steigerung der Lust.

Doch neben dem lustvollen oder sexuellen Aspekt spielt auch die Ästhetik oft eine wichtige Rolle. Komplexe Muster, raffinierte Schlingen und vielfältige Knoten verpacken den menschlichen Körper zu einem Gesamtkunstwerk. Sitzend, liegend oder elegant von der Decke baumeldn. Nicht selten werden kunstvoll verschnürte menschliche Pakete in stilvollen Fotos festgehalten oder einem interessierten Publikum als Bondagekunst präsentiert. Eine Kunst, die die Schönheit der gefesselten Körper in bestimmten Posen und die kunstvollen Muster der Seile und Knoten zelebriert. Eine ganz spezielle Art der kunstvollen Fesselung stellt die japanische Fesselkunst Shibari dar.

Bondage Spielzeuge

Seile sind wohl das Naheliegendste, wenn es ums Fesseln, vor allem beim Rope-Bondage, geht. Für Einsteiger empfehlen sich Baumwollseile, da das Material eher weich und angenehm ist und zudem etwas nachgibt. Etwas steifer und auf jeden Fall geräuschvoller ist das Juteseil: hier hört man beim Verschnüren ein charakteristisches Knarzen. Wer es etwas rauer mag, greift zum Hanfseil: robust, starr und griffig ist es gerade für Fortgeschrittene und Profis interessant. Ist gerade kein Seil zu Hand, tut es auch mal ein Schal, ein Tuch oder eine Krawatte.

Etwas einfacher in der Handhabung sind Hand- oder Fußfesseln, da hier keine Knoten angefertigt werden müssen. Mit Manschetten aus Leder oder Latex, die ähnlich wie ein Gürten zu handhaben sind, werden Hände oder Füße zusammengebunden oder gar an einem Gegenstand fixiert. Schnell angelegt, einfach wieder gelöst und doch sichert gefesselt. Noch einfacher sind Modelle mit Klettverschluss oder Fesseln aus dehnbarem Silikon, bei denen es keinen Mechanismus zum Verschließen gibt.

Eine gute Ergänzung für Fesseln ist ein sogenannter Harnisch (engl. Harness). Zum einen sind sie optisch ein Hingucker, zum anderen sind diese meist mit Ösen oder ähnlichem ausgestattet, mit denen sich weitere interessante Spielarten für Fesselfetische ergeben. Auch ein Halsband oder ein Knebel lässt sich ideal mit diversen Fesselfantasien verbinden.

Einen Schritt weiter gehen spezielle Vorrichtungen, die zur Fesselung dienen. Die Spreizstange beinhaltet eine starre Stange, die es ermöglicht, die gefesselte Person in eine bestimmte (gespreizte) Position zu bringen. Ebenfalls beliebt sind Bettfesseln oder ein Fesselkreuz. Dabei gehen von einem zentralen Kreuz vier Manschetten für Arme und Beine ab, mit denen er oder sie am Bett fixiert oder alle Viere zusammengebunden werden können.

Für Fans die Allzweckwaffe in Sachen Fixierung: Das Bondage-Tape. Es sieht einem normalen Paket- oder Panzertape zum Verwechseln ähnlich, hat aber keinen Kleber. Die Haftung erfolgt nur durch die glatte Oberfläche. Somit ist es also auch schonend zur Haut und hinterlässt keine Rückstände. Zudem lässt es sich auch prima als Augenbinde verwenden. Wer ein paar Meter mehr übrig hat, kann auch das menschliche Paket komplett verschnüren.

Dos and don'ts beim Bondage

Wie bei anderen BDSM-Praktiken gilt: Safety first! Das obligatorische beidseitige Einverständnis vorausgesetzt will richtig fesseln gelernt sein. Wenn auch eine Fixierung des Körpers oder das Quetschen von Genitalien oder Körperteilen gewünscht sein mag, sollte man sich im Klaren sein, dass dies zu Durchblutungsstörungen und Taubheitsgefühl führen kann. Für kurze Zeit bewusst durchgeführt zwar akzeptabel, aber stets mit Vorsicht zu genießen. Wer sich in diese Regionen wagt, sollte zumindest grundlegende anatomische Kenntnisse besitzen. Sicherheitsvorkehrungen wie eine Schere zum schnellen Lösen von Fesseln sollten vorsorglich immer getroffen werden.

Wie immer gilt: Langsam anfangen, dann gerne steigern. Wer sich unsicher ist, immer erst im Vorfeld darüber sprechen und sich an das "Projekt" herantasten. Nur so wird es zu einem "fesselnden Erlebnis".