SadoMaso

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Sadomaso - von Lust und Schmerz

Lust, Erniedrigung, Dominanz, Schläge - diese Begriffe verbinden wir im Allgemeinen mit der Sexpraktik Sadomaso, oder kurz SM genannt. Das stilisierte Bild, das viele dabei vor Augen haben, ist die "klassische" Domina in Lack und Leder mit einer Peitsche und einem Untertanen neben ihr.

Sadomaso zählt zu den Praktiken von BDSM, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass es auch hier um das eine geht: Macht. Genauer: es geht um die entgegengesetzten Positionen eines Machtgefälles. Die obere Seite bildet der Sadismus: hier wird Macht ausgeübt. Die untere Seite verkörpert der Masochismus: hier wird Macht erfahren.

Sadismus

Der Sadist ist der Akteur beim Sadismus und befriedigt seine Lust, indem er seine Macht anderen gegenüber ausübt. Das Hinzufügen von physischem Schmerz ist eine Art, aber nicht die einzige. Erniedrigung, Unterdrückung oder auch Demütigung können die Lust des Sadisten ebenso steigern.

Im Allgemeinen lässt sich der Sadismus unterteilen:

  • Sexueller oder Konjugations-Sadismus
    beschreibt das Verlangen anderen Menschen beim Geschlechtsverkehr Schmerzen zuzufügen; körperlich oder auch psychisch durch Demütigung
  • Nichtsexueller oder psychischer Sadismus
    Wie der Name vermuten lässt, wird dieser nicht in sexuellen Praktiken ausgelebt. Einem psychischen Sadisten geht es um die Erniedrigung und Demütigung anderer, meist niedriger gestellter Menschen. Auch wenn seinem Antrieb meist eine sexuelle Natur zugrunde liegt, geht es ihm nicht um Sex. Im Vordergrund steht hier die Beherrschung des anderen.
  • Kompensations-Sadismus
    Wird der Geschlechtsverkehr durch die sadistische Handlung ersetzt, spricht man vom Kompensations-Sadismus. Das Hinzufügen körperlicher Schmerzen oder die Demütigung des anderen ist nicht nur ein Teil des sexuellen Akts. Vielmehr ist es der einzige sexuelle Reiz bei dieser Form.

Masochismus

Die Gegenseite des Sadismus ist der Masochismus. Der Masochist empfindet in einer BDSM-Session Lust durch Schmerz. Für viele mögen diese Gegensätze nicht vereinbar sein, aber letzten Endes ist es wie mit dem Geschmack: Jeder Mensch empfindet die Reize, die auf ihn einwirken anders. Jeder Reiz ist eine individuelle Erfahrung. Eine sanfte Berührung oder ein schmerzhafter Schlag: Durch beide Aktionen werden Nervenimpulse gesendet. Wie sie im Gehirn verarbeitet werden und ob sie als warnender Schmerz oder stimulierender Lustgewinn wahrgenommen werden, kann sehr unterschiedlich sein.

Auch beim Masochismus lassen sich unterschiedliche Ausprägungen unterscheiden:

  • Sexueller oder Konjukations-Masochismus
    Der Masochist empfindet Befriedigung, indem durch seinen Partner beim Geschlechtsverkehr Schmerzen erfährt und/oder von ihm unterdrückt wird.
  • Nichtsexueller oder psychischer Masochismus
    Angetrieben von der Befriedigung durch Demütigungen oder Erniedrigungen im alltäglichen Leben oder auch dem Scheitern verschiedenster Aufgaben ist der psychische Masochist. Häufig werden Niederlagen absichtlich herbeigeführt, um sich emotional daran zu befriedigen. Eine sexuelle Befriedigung steht hier nicht im Vordergrund.
  • Kompenations-Masochismus
    Die sexuelle Befriedigung erfolgt bei dieser Form ausschließlich durch Demütigung, Erniedrigung oder körperlichen Schmerz. Ein Stillen der Lust durch sexuellen Vereinigung wird nicht angestrebt. Eine besondere Form hierbei ist der sogenannte Automasochismus, bei dem man am eigenen Körper Verletzungen hervorruft.

SM in der BDSM-Szene

Sadomasochistische Praktiken sind in der Welt des BDSM weit verbreitet. In sogenannten Sessions leben Paare in den gegensätzlichen Rollen ihre sexuellen Fantasien aus. Die Rolle des Sadisten wird von der dominanten Person eingenommen, während der Masochist meist von einem devoten, unterwürfigen Charakter besetzt ist.

Nicht selten bleibt es bei einem zusammentreffen einzelner Paare. In Clubs oder bei verabredeten Treffen kommen auch gerne mal mehrere Personen zusammen, um sich ihrer Fetisch-Lust hinzugeben.

Auch wenn es bei SM-Praktiken meist "hart" zur Sache geht, ist es ungemein wichtig einige Grundregeln einzuhalten. Denn, es mag vielleicht den Anschein haben, aber bei Sadomaso ist die Achtung des anderen wichtig. Es geht nicht darum, dem anderen Schaden zuzufügen, sondern um die Lust zu steigern. Nicht um rohe Gewalt, sondern um dosierte. Es geht darum einige sexuelle Grenzen verantwortungsvoll zu überschreiten aber klar definierte Grenzen unbedingt einzuhalten.

Vor der SM-Session sollten die Grenzen klar definiert sein. Hilfreich ist ein Safeword, das dem anderen signalisiert: Bis hierhin und nicht weiter. Kenntnisse über die eingesetzten Utensilien sowie über den menschlichen Körper sollten vorhanden sein. Selbstverständlich darf eines niemals fehlen: Die Einwilligung des Partners!